Unitas-Couleur-ABC

Aktivitas:
Den eigentlichen Wissenschaftlichen Katholischen Studentenverein bilden alle Burschen und Füxe.

Bursch(e):
Der Bursch(e) ist in den Vereinen und Verbindungen ein vollberechtigtes Mitglied. Durch die vorausgehende „Burschenprüfung“ wird ein „Fux“ zum Burschen erklärt und gelangt in den Vollbesitz seiner Rechte und Pflichten.

Convent:
Zum Ausdruck des demokratischen Prinzips wird etwa in monatlichem Zyklus eine „Zusammenkunft“ abgehalten. Es ist ein Vereinsorgan mit beratender und beschließender Funktion. Verschiedene Konvente unterscheidet man je nach Kreis der stimmberechtigen Mitglieder: Allgemeiner Convent (AC), Burschenconvent (BC) und Kummulativconvent (CC).

Farben des UV:
Die Vereine im UV sind nichtschlagende, nichtfarbentragende Korporationen. Die Farben der Unitas sind – Blau, Weiß und Gold. 1863 wurden die Farben von der Unitas-Salia Bonn und Unitas Münster eingeführt. Die Gesamtkombination drückt eine besondere Verehrung der Gottesmutter Maria, als Patronin des UV aus.

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Weiß-blau (= Bayern – Adelsgeschlecht) sind die marianischen Farben. Gold und weiß stehen für die Farben der katholischen Kirche. Blau soll besonders die Treue der Bundesbrüder untereinander verkörpern und symbolisiert die Einheit der Unitas.

Fux:
Ein Fux („Universitätsneuling“), ist ein neues Mitglied in einer Studentenverbindung. Er absolviert für ein oder mehrere Semester eine Probezeit, bevor er als Bursche vollberechtigtes Mitglied der Verbindung wird. In dieser Zeit hat er die Gelegenheit, nicht nur den Verein oder das Verbindungsleben kennenzulernen, sondern kann auch Freundschaften weit über das örtliche Netzwerk hinaus über ganz Deutschland und sogar noch weiter schließen.

Kneipe:
Sie ist die traditionelle Art studentischen Feierns, bei der auch gesungen wird und Reden gehalten werden. Der Comment gibt die Spielregeln vor. Jede Kneipe besitzt ihren feierlichen Teil, wobei sich die Abschnitte mit Reden und Kolloquien wechseln. Ein gesellig-lustiger Teil, Inoffiz, kann sich anschließen.

Ablauf_Kneipe

beispielhafter Ablauf 

Liederbuch:
Dies bekommt jedes Mitglied zu seiner Recipierung geschenkt.

Patrone des Unitas-Verbandes:
Die Verbandspatrone des UV wirken nicht nur durch ihr Vorbild im Glauben, sondern spiegeln auch die Ideale und Prinzipien des Verbandes wieder. Ein jedes Vereinsfest könnte also praktisch für eines unserer Ziele stehen: Maria Immaculata 

MadonnaConceptio (lat. Unbefleckte Empfängnis, 08. Dez.) für die Katholizität unseres Bundes, der Hl. Thomas von Aquin (28. Januar) für seine wissenschaftliche Ausrichtung und der Hl. Bonifatius (05. Juni) für unser Bekenntnis und unser Handeln als Christen in der Welt.

Verbandsnadel:
Die in Gold gefasste Verbandsnadel stellt ein stilisiertes U (blau gefärbt), überdeckt von einem V (weiß) dar. Damit werden die Farben und die Buchstaben des UV dargestellt. Jedes Mitglied erhält sie bei seiner feierlichen Aufnahme. Man trägt sie im linken Revers, wodurch man sich auch öffentlich als Unitarier zeigen kann. Für besondere Dienste verleiht der Verband eine silberne Nadel. Für herausragende Leistungen verleiht der UV maximal sieben goldene Nadeln mit goldenen Laubverzierungen.

Verbandswappen:
Das UV-Wappen ist ein einfacher, geviertelter Wappenschild. Oben links befindet sich auf blauem Grundton eine Lilie als Mariensymbol. Sie verkörpert die Verankerung im

Foto 15.10.14 14 55 16Glauben und verdeutlicht das Prinzip der „Virtus“. Oben rechts ist eine Eule auf goldenem Grundton abgebildet, die für die Weisheit „Scientia“, das Streben nach Wissenschaft und Bildung, steht. Unten rechts sind drei Pfeile gekreuzt, die die Freundschaft und die Bundesbrüderlichkeit „Amicitia“ symbolisieren. Links unten befindet sich eine vereinfachte Form des Eichstätter Wappens (= Sitz der Verbindung).

Vereinsgebet:
Das einheitliche Vereinsgebet des Unitas-Verbandes wird regelmäßig gemeinsam zu den Veranstaltungen gebetet.

Lasset uns beten:

Das ist wahre brüderliche Gemeinschaft,
die das Böse überwunden hat.
Sie ist Christus gefolgt und gewinnt das himmlische Reich.

Gut und beglückend ist es,

in solcher brüderlicher Eintracht zu leben!

Barmherziger Gott,
Du erfüllst die Herzen derer, die an dich Glauben
durch den Heiligen Geist mit den Gaben deiner Liebe.
Schenke uns und unseren Freunden Heil an Leib und Seele,
damit wir dich mit ganzer Kraft lieben
und voller Liebe das tun,
was bei dir Wohlgefallen findet.
Durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herrscht in der Einheit
eben dieses Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.

Wichs bzw. Vollwichs:
Die altstudentische Wichs „Uniform“ ist als Galakleidung eine festliche Aufmachung des Verbindungsstudenten, insbesondere beim Kommers, bei Umzügen und bei Feiern (u.a. Kneipe, Fronleichnamsprozession, Jubiläen, Priesterweihe, Hochzeit oder Ehrung von Bundesgeschwistern). Der Vollwichs besteht aus der Vereinsfahne, dem Barett oder Cerevis „Studentenmütze“, der Pekesche, dem Zipfelbund, der Schärpe und Stulpen.

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Vollwichs wird nur bei hochoffiziellen Veranstaltungen zur Repräsentation oder auch Ehrerbietung getragen. Das Auftreten von Vertretern einer Corporation in der Wichs bezeichnet man als „Chargieren“.

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Obwohl für gewöhnlich die drei hohen Chargen das Chargenteam bilden, können im Ausnahmefall auch andere Mitglieder der Verbindung ihre Corporation vertreten.

 

Zipfelbund:
Der Zipfel bzw. Zipf ist ein Schmuckanhänger aus zwei übereinander gelegten, unterschiedlich langen Stücken in Metall gefassten Couleurbands und einem aufgezogenen Metallschieber. Der Schieber ist auf der Vorderseite mit Wappen und/oder Zirkel versehen und auf der Rückseite mit einer Widmung. An der oberen Metallfassung befindet sich ein Kettchen mit einem Karabinerhaken, mit dem der Zipfel am Zipfelhalter befestigt wird. Den Zipfelhalter trägt man wiederum mit einem Clip am Hosenbund oder an der Westentasche.

Bierzipf_StefanWingenDer Zipfelbund (Anhänger mit Zirkel/Wappen) ist ein wichtiges Erkennungsmerkmal bei nichtfarbentragenden Verbindungen. An ihm kann man die verschiedenen Zipfel anbringen. Zipfel werden von Verbindungsstudenten an andere Verbindungsstudenten verschenkt, mit denen sie ein besonderes Freundschaftsverhältnis verbindet. In den weitaus meisten Fällen beruht die Schenkung auf Gegenseitigkeit, man spricht hier vom „Zipfeltausch“. Folgende Zipf-Ausführungen gibt es:

  • Bierzipfel

Ein Anlass für diesen Tausch kann der Abschluss eines sog. Leibverhältnisses sein, also eines engeren Verhältnisses eines jüngeren („Leibfuchs“) zu einem etwas älteren Studenten („Leibbursch“), der ersterem als eine Art Mentor während seiner ersten Semester dient.

  • Weinzipfel

Manchmal ist der Grund auch nur gegenseitige Sympathie oder ein besonderes gemeinsames Erlebnis. Der mit einem Zipfel Beschenkte ist meist ebenso ein Verbindungsstudent, er kann derselben oder aber auch einer anderen Verbindung angehören. Der Zipfel, der das Gegenstück zum Bierzipfel in kleinerer Form ist, ist dabei in den Farben des Schenkenden (nicht des Empfängers) gehalten.

  • Sektzipfel

 Ein Unitarier kann ihn einer ihm persönlich sehr nahe stehenden Dame zwecks Erweisung einer besonderen Zuneigung schenken. Für gewöhnlich fällt er kleiner als der Weinzipfel aus.

  • Schnapszipfel

Er hat die halbe Breite des Sektbandes und wird ansonsten getauscht wie ein Weinzipfel.

Zirkel:
Der Verbands- bzw. Vereinszirkel war früher ein geheimes Erkennungszeichen einer jeden Verbindung aus der Zeit der Verbote. Die Zirkel der unitarischen Vereine

Zirkelenthalten neben den gebräuchlichen Buchstaben v, f, f (vgl. Leitspruch) das „U“ für UNITAS. Weiterhin finden sich darin häufig die Anfangsbuchstaben der Vereine. Vertreter des UV führen einen eigenen Zirkel. Darin werden nur die Buchstaben F, C, V und U geführt. Der Vorortspräsident, also der oberste Repräsentant des UV, darf hinter diesen Zirkel „VOP“, die Vorortsschriftführer „VOS“ schreiben. Den Zirkel setzt man hinter die Unterschrift.

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